Liebe Mitglieder des Verbandes der Apartmentvermieter,
wie viele von euch bereits mit Sorge beobachtet haben, nimmt die negative mediale Berichterstattung rund um das Thema Kurzzeitvermietung im Vorfeld der Wiener Gemeinderatswahl spürbar zu.
Leider werden dabei häufig pauschale Vorurteile bedient und ein verzerrtes Bild gezeichnet – auf dem Rücken unserer Branche und all jener, die mit viel Einsatz, Legalität und Qualität ihre Apartments betreiben. Wir als Verband der Apartmentvermieter stehen für Transparenz, faire Regeln und eine lebendige Tourismusstadt – doch im aktuellen Klima sind es oft wir, die als Sündenböcke herhalten müssen.
Daher fordern wir alle kandidierenden Parteien öffentlich auf, Farbe zu bekennen und unsere Fragen zu beantworten (siehe E-Mail unten)
Wir lassen uns nicht länger im Unklaren und fordern einen ehrlichen Dialog statt politischer Schlagworte.
Wir sind ein Teil einer vielfältigen, professionellen Tourismuslandschaft und nicht ein Problem, sondern ein Teil der Lösung!
Mit kämpferischen Grüßen,
Dein VDAV-Team
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**Unsere Fragen an die Parteien:**
1. Wie definieren Sie den Begriff „Kurzzeitvermietung“?
2. Was sagen Sie einem jungen Paar mit Schulkind, das vor einigen Jahren – auf Grundlage der damals klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der ausdrücklichen Zusage des Bauträgers – eine Eigentumswohnung in Wien erworben hat? Die Finanzierung dieser Wohnung war nur durch die Möglichkeit der erlaubten Kurzzeitvermietung tragbar. Diese wurde nicht nur vom Bauträger bestätigt, sondern auch von Banken als sinnvolle Investition beworben. Das Ziel: Ihrem Sohn mit 18 Jahren ein eigenes Zuhause zu ermöglichen. Heute stemmt die Familie die laufenden Kreditraten durch Kurzzeitvermietung. Was sagen Sie diesen Eltern – wenn sich die Spielregeln plötzlich geändert haben?
3. Wie erklären Sie, dass in anderen Bundesländern die Kurzzeitvermietung nicht nur erlaubt, sondern teils sogar aktiv gefördert wird – während sie in Wien zunehmend eingeschränkt wurde?
4. Wie beurteilen Sie die politische Praxis, Bürgerinnen und Bürger dazu aufzurufen, ihre Nachbarn zu melden – und damit eine Spaltung der Gesellschaft in Kauf zu nehmen, insbesondere in einer ohnehin bereits stark polarisierten Zeit?
5. Sehen Sie eine Zukunft für die Kurzzeitvermietung in Wien, in der auch kleine Betriebe weiterhin tätig sein können – und nicht nur große Konzerne und institutionelle Anbieter profitieren?
Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Zeit und Ihre Antworten.
Unsere Mitglieder – viele davon Kleinunternehmer, Familienbetriebe und Eigentümer, die auf ein faires und verlässliches System vertrauen – werden Ihre Haltung mit großem Interesse verfolgen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr VDAV Team

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