Mit großer Besorgnis beobachten wir, der Verband der Apartmentvermieter, dass die Apartmentvermietung in Wien zunehmend zu einem Spielball des Wahlkampfs wird. Die aktuellen Maßnahmen, darunter strengere Regelungen und die steigende Anzahl an Anzeigen gegen Kurzzeitvermietungen, treffen insbesondere kleine Vermieter, die bereits seit über einem Jahr um ihre Existenz kämpfen. Statt die tatsächlichen Probleme am Wiener Wohnungsmarkt anzupacken, nutzen politische Parteien das Thema, um mit populistischen Parolen Wahlkampf auf dem Rücken einer kleinen Gruppe zu machen.
Die Apartmentvermietung hat in Wien Tradition und Geschichte. Sie ermöglicht es auch sozial schwächeren Familien, einen leistbaren Urlaub in unserer Stadt zu verbringen. Die pauschale Verteufelung einer kleinen Gruppe von Vermietern lenkt gezielt von den eigentlichen Herausforderungen des Wohnungsmarkts ab, wie etwa steigende Baukosten, mangelnder sozialer Wohnbau oder Spekulation durch Großinvestoren. Es scheint einfacher, eine kleine und wirtschaftlich angeschlagene Gruppe zu jagen, als die großen strukturellen Probleme der Gesellschaft zu lösen.
Die kommenden Monate bis zu den Wahlen werden entscheidend sein. Es ist offensichtlich, dass das Thema Apartmentvermietung für den Wahlkampf instrumentalisiert wird. Parteien stellen sich mit drastischen Maßnahmen und kontroversen Aussagen gegen uns, um sich bei Wählergruppen zu profilieren – ohne Rücksicht auf die Existenz vieler kleiner Vermieter, die nicht nur wirtschaftliche, sondern auch kulturelle und soziale Werte für Wien schaffen.
Wir fordern die politischen Entscheidungsträger auf, diesen ungerechten Wahlkampfkurs zu überdenken und einen runden Tisch einzuberufen, an dem gemeinsam an nachhaltigen und fairen Lösungen gearbeitet wird. Die einseitige Belastung der Apartmentvermieter ist nicht sozial und nicht gerecht. Sie schadet nicht nur uns, sondern letztlich auch Wien als weltoffene und touristische Stadt.
Gemeinsam sind wir stark!
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